Grafenstadt Stuttgart, 1450: Obwohl die Geldkatze der jungen Bänkelsängerin Mia am Ende eines ereignisreichen Sommers prall gefüllt ist, hadert sie mit dem Schicksal. Denn der Mann, an den sie ihr Herz verloren hat, hat den Fahrenden den Rücken gekehrt und ist aus ihrem Leben verschwunden. Ohne Goliath fühlt sie sich verlassen und wieder so einsam wie seit dem Tod ihrer Familie, weshalb der Aufbruch des Jahrmarktes nach Nürnberg eine willkommene Abwechslung darstellt.
Nach einer kurzen Reise schlagen die Fahrenden ihr Lager vor der mächtigen Reichsstadt auf, deren Umland noch die Spuren des furchtbaren Markgrafenkrieges trägt. Während Mia die Nürnberger mit ihren Liedern unterhält, entbrennt ein Streit mit einem Stadtpfeifer, der zu ihrem Entsetzen kurze Zeit später tot aus der Pegnitz gefischt wird. Schnell geraten Mia und die Fahrenden unter Verdacht. Als ein weiterer Leichnam auftaucht, wird die Quacksalberin Rotrud verhaftet, denn bei den beiden Toten werden Arzneien aus ihrem Bestand gefunden.
Während die ersten Fahrenden das Lager verlassen, um nicht ebenfalls ins Visier der Obrigkeit zu geraten, wird Rotrud ins Lochgefängnis gesperrt. Ihr drohen eine Anklage wegen Mordes und die peinliche Befragung durch den Henker. Obwohl Mias Verstand ihr rät, sich aus der Angelegenheit herauszuhalten, kann sie die Freundin nicht im Stich lassen. Sie beginnt, sich umzuhören und findet schon bald etwas heraus, was sie tödliche Gefahr bringt …
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